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Welches Objektiv brauche ich?

Bei Kompaktkameras und Bridgekameras stellt sich die Frage nach der Wahl des Objektivs nicht. Sie haben nur ein Objektiv, das fest verbaut ist und nicht getauscht werden kann. Bei Systemkameras und Spiegelreflexkameras ist das hingegen anders. Denn hier können Sie verschiedene Objektive auf der Kamera montieren. Hier stellen sich vor allem Laien und Einsteiger in die Digitalfotografie mit diesen beiden hochwertigen Kamerasystemen, welches Objektiv als Kamera Zubehör Sie brauchen. Denn beim Kauf einer Spiegelreflexkamera ist zum Beispiel in der Regel kein Objektiv dabei. Es gibt natürlich zu jeder Kamera verschiedene Sets mit unterschiedlichen Objektiven. Aber welches Objektiv brauchen Sie wirklich? Hierfür entscheidend ist, was Sie fotografieren wollen. Und natürlich auch, wie groß Ihr Budget für den Kauf einer Kamera samt einer oder mehrerer Objektive ist. Wir geben Ihnen einen kleinen Überblick über die verschiedenen Arten und Brennweiten der Objektive und ihre typischen Einsatzgebiete.

Was es zu beachten gilt

Bevor wir Ihnen verschiedene Objektivtypen vorstellen, wollen wir noch ein paar allgemeine Hinweise loswerden. Natürlich ist es wichtig, dass das Objektiv zu Ihrer Spiegelreflexkamera passt – vor allem wenn Sie dieses einzeln nachkaufen und nicht im Set mit der Kamera. Hierbei meinen wir aber weniger den Anschluss oder die Marke – Canon Objektive für Canon Spiegelreflexkamera und Nikon Objektive für Nikon Kameras – sondern auch die Qualitätsstufe. Es macht auf der einen Seite wenig Sinn, an eine sehr teure und hochwertige Kamera ein billiges Objektiv aufzusetzen, da so die Kamera ihr Potential nicht abrufen und entfalten kann. Andersherum macht es aber auch nicht allzu viel Sinn, ein wirklich teures Objektiv auf eine Einsteiger-Spiegelreflexkamera zu schrauben, die deutlich weniger als das Objektiv gekostet hat. Denn in beiden Fällen würde es einen Qualitätsverlust geben, der unnötig ist. Somit verschenken Sie Potential und Geld, denn die beiden Komponenten harmonieren nicht wirklich miteinander. Und das ist wichtig für das bestmögliche Fotoergebnis.

Generell sollten Sie aber bei Objektiven von ganz billigen Angeboten für um die 100 Euro Abstand nehmen – zumindest dann, wenn Sie eine einigermaßen gute Bildqualität erwarten und vielleicht deswegen auch keine ganz billige Kamera haben. Aber auch bei den Einsteiger-Spiegelreflexkameras sollten Sie nicht auf ganz billige Objektive setzen. Denn das schmälert die Bildqualität weiter, was nicht sein muss. Zudem kann es bei billigen und ungeeigneten Objektiven auch zu weiteren Aussetzern kommen. So arbeitet dann zum Beispiel der Autofokus nicht zuverlässig und die Bilder sind lichtschwach. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um ein lichtstarkes Objektiv handelt.

Ja, wir wissen, dass Kameraobjektive für Spiegelreflexkameras teuer sind und man gut und gerne noch einmal den gleichen Betrag ausgeben kann, die die Kamera bereits gekostet hat. Fotografie, vor allem mit einer Spiegelreflexkamera, ist teuer. Zumal Sie eben für verschiedene Einsatzgebiete auch verschiedene Objektive benötigen, wie Sie weiter unten noch detaillierter erfahren werden. Aber kaufen Sie nicht den billigsten Schrott, sondern sparen Sie im Notfall etwas länger auf ein hochwertigeres Objektiv. Vor allem lohnt sich dies dann, wenn Sie bereits Blut geleckt haben. Denn ist man einmal mit dem Virus der Digitalfotografie infiziert, ist es meist so, dass man immer mehr aus den eigenen Fotos und der eigenen Kamera herausholen möchte. Da ist dann eine der ersten Stellschrauben neben den eigenen Fähigkeiten und dem Umgang mit den Einstellungen ein besseres und teureres Spiegelreflexkamera Objektiv. Daher lohnt es sich gleich, diese zu kaufen (z.B. Canon Objektive oder Nikon Objektive) statt sich erst mit billigen Objektiven unbekannter Hersteller herumzuärgern.

Welche Objektive brauchen Sie?

Kommen wir nun zur Eingangsfrage, nämlich den verschiedenen Einsatzgebieten der Kameraobjektive. Je nachdem, was Sie fotografieren wollen, brauchen Sie unterschiedliche Objektive. Hiermit meinen wir natürlich nicht verschiedene Marken, sondern unterschiedliche Brennweiten.

Allround-Objektiv (ca. 18 – 270 mm)


Am vielseitigsten ist ein Allround-Objektiv mit einer Brennweite von 18 mm bis 270 mm. Dies reicht gerade noch so für Weitwinkelaufnahmen (18 mm), kann mit maximal 270 mm aber auch weit entfernte Objekte nah heranholen. Für Portraitaufnahmen ist der mittlere Brennweitenbereich von ca. 40 bis 60 mm geeignet. Mit diesem Allround-Modell sind Sie für den Anfang einigermaßen gut aufgestellt, bevor Sie sich dann später weitere Objektive, nämlich die folgenden, je nach Interesse und Einsatzgebiet der Kamera dazukaufen können.

Weitwinkelobjektiv (ca. 10 mm bis 40 mm)


Weitwinkelobjektive fangen, wie der Name bereits verrät, ein besonders breites Bild ein. Es sind die Objektive mit der kürzesten Brennweite (ca. 10 mm bis 40 mm). Weitwinkelobjektive sind vor allem für Landschaftsfotografien sowie Personenaufnahmen geeignet, bei denen es auf räumliche Tiefe ankommt. Sie haben im Gegensatz zu Teleobjektiven die Tendenz, den Eindruck der räumlichen Tiefe im Bild zu verstärken. Wollen Sie also ein Motiv in seinem Umfeld fotografieren, erscheint dieses bei einer Aufnahme mit einem Weitwinkelobjektiv deutlicher von seinem Hintergrund getrennt bzw. von diesem entfernt als wenn Sie gleiche Szene (dann weiter entfernt stehend) mit einem Teleobjektiv fotografieren.

Teleobjektive (ca. 60 mm bis 1000 mm)


Ein Teleobjektiv beginnt ab einer Brennweite von ca. 60 mm und kann bis hin zu 1000 mm oder auch mehr reichen. So groß diese Spanne ist, so groß sind auch die Einsatzmöglichkeiten dieser Objektive. Mit Teleobjektiven haben Sie die Möglichkeit, durch einen sehr großen Zoom Objekte sehr nah heranzuholen. Wollen Sie zum Beispiel Tiere in der freien Wildbahn fotografieren, die weit entfernt sind, können Sie diese mit einem Teleobjektiv quasi in Greifweite an die Kamera heranzoomen. Auch in der Sportfotografie und auf Veranstaltungen lassen sich mit Teleobjektiven gute Ergebnisse erzielen. Allerdings ändert sich die Tiefenwirkung beim Fotografieren mit einem Teleobjektiv (im Vergleich zum Weitwinkelobjektiv) erheblich. Je weiter Sie in den Telebereich gehen, desto eher verschwimmt der Hintergrund in Unschärfe. Das Hauptmotiv im Vordergrund erscheint kleiner und der Hintergrund im Vergleich größer.

Makroobjektiv (ca. 50 mm bis 200 mm)


Wollen Sie ganz kleine Dinge ganz groß Fotografieren (z.B. Blüten oder Insekten), dann ist ein Makroobjektiv genau das richtige für Sie. Während herkömmliche Objektive meist einen Abbildungsmaßstab um die 1:8 haben, ist dieser im Makrobereich zwischen 1:2 bis hin zu 2:1. Makroobjektive sind genau dafür konstruiert, kleine Dinge formatfüllend abzubilden. Es gibt sie in unterschiedlichen Brennweiten, angefangen bei der Normalbrennweite von 50 mm bis hin zu 200 mm.

April 11, 2017

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Thomas

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